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| Foto: public domain |
Von der A7 kurz vor dem Elbtunnel in Richtung Norden hat man eine gute Sicht auf das Gebiet des ehemaligen Fischerdorfes Altenwerder.
Fast verloren wirkt die St. Gertrudkirche im Schatten zweier Windkraftanlagen. Das, im klassizistischen Stil errichtete Gotteshaus wurde im Jahr 1830 eingeweiht und steht auch als Denkmal für das Schicksal einer Gemeinde.
Sie ist letztes Zeugnis der Vergangenheit und scheinbar selbst ein Fremdkörper geworden inmitten der bunten Containerstapeln, den Güterzügen und den Sattelschleppern, die sich pausenlos durch diesen Teil des Hamburger Hafens schieben.
Im Jahr 1961 verabschiedete der Hamburger Senat das Hafenerweiterungsgesetz.
In der Folge wurden vor allem in den siebziger Jahren die Grundstücke und Häuser in Altenwerder von der Stadt Hamburg aufgekauft. 1988 wichen die letzten der ehemals etwa 2500 Einwohner dem Bau des Container Terminals Altenwerder.
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| die Pendelleuchten aus den 60er Jahren blendeten stark |
Alle vierzehn Tage treffen sich hier die Bewohner von einst zum Gottesdienst und pflegen anschließend das Miteinander im Kirchencafé.
Behutsame Inszenierung
Im Rahmen notwendiger Restaurierungsarbeiten fiel die Entscheidung, die Beleuchtungsanlage für den Innenraum der Kirche vollständig zu erneuern, -ideale Bedingungen für eine Neuplanung durch Walter König/Lüneburg.
Geschickt gelenktes Licht kann die besondere Atmosphäre in Kirchen und ihre Wandelbarkeit gezielt unterstützen.
Eine überragende äussere Erscheinung, die anspruchsvollen Details ausgeführt in erlesenen Materialien, -aber auch die Raumeindrücke innen, der wechselnde Tageslichteinfall in Verbindung mit den Wirkungen unterschiedlicher Sichtachsen, -all dies summiert sich und macht die Wirkung sakraler Bauwerke aus.
Der geweihte Ort wirkt scheinbar erhaben über die hektische Zeit. Hier sammeln sich authentische Spuren der Menschen und Zeugnisse ihres Glaubens. Er dokumentiert die künstlerische und handwerkliche Leistungsfähigkeit vieler Generationen.
Entsprechend respektvoll war die planerische Herangehensweise.
Nutzungen bei Gottesdienste, Gemeindetreffen, Konzerte, Andachten oder Kirchenführungen stellen unterschiedliche Ansprüche an Beleuchtung und Raumwirkung – eine spannende Herausforderung für jeden Lichtplaner.
Die Entscheidung fiel für dimmbare Leuchten und eine EIB-Steuerung mit 5 verschieden programmierten statischen Beleuchtungsszenen, bedienbar sowohl über ein fest montiertes Tableau, als auch über eine Fernbedienung für sofortigen Szenenabruf.
Sonderleuchten – Massarbeit für ein Baudenkmal
Aufgrund diverser Anwendungserfordernisse wurden sämtliche eingesetzte Leuchten speziell für diesen Einsatz entwickelt.
Dadurch konnte bereits bei der Konstruktion weitgehende Blendfreiheit bei bestmöglichem Sehkomfort vorbereitet werden.
Eingesetzt wurden: 4 Kronleuchter
(je 9x 32W up und 9x 32W down Kompaktleuchtstoff, dimmbar) für die Hauptachse auf- und abwärts strahlend
Diese Kronen wurden bewusst modern, klar und schlicht gestaltet, wirken deutlich, fügen sich stilistisch aber dennoch ein.
Die Decke erscheint deutlich aufgehellt und optisch angehoben.
Wandleuchten
(1x 55W Kompaktleuchtstoff, dimmbar) auf der linken und rechten Empore aufwärts strahlend
Mittels dieser Wandleuchten lässt sich der bisher schlauchartige Eindruck des Mittelraums weiten und verbreitern.
umlaufende Lichtvouten
(HE T5 Leuchtstoff, dimmbar)
Bestückung mittels höhenverstellbarer Lichtleisten in Edelstahl
Das sanfte Streiflicht der Leuchtstofflampen lässt die leichten Unregelmässigkeiten der verputzten Wände deutlicher erscheinen und macht sie als Handarbeit wahrnehmbarer.
Altarbeleuchtung
(AR111, dimmbar)
2x 2 Strahler
Fotos: D. Graumann/ W. König
Lichtplanung: König Lichtplanung & Konzeptentwicklung - Bardowick
Leuchtenentwicklung & Fertigung: LMD Licht- und Metalldesign - Winsen/Luhe









